The last beam….

Seit Kindesbeinen an bin ich „funkgeil“: Mich fasziniert die Möglichkeit, sich „drahtlos“, ohne Bindung an eine wie auch immer geartete „Infrastruktur“ kommunizieren zu können.

Ende der 1960er Jahre, vielleicht auch erst Anfang der 70er bekam ich zum Geburtstag  ein Funkgerätepaar, damals noch in der „Chromglitzer-Japan-Optik“, die Platine – wie sich beim späteren Zerlegen des Gerätes zeigte –  in der damals üblichen lieblosen japanischen zusammengeschusterten Bestückung mit Fixierung der Bauteile durch Wachs. Möglicherweise brachte das Gerät deswegen auch nicht wirklich Reichweite, aber ein Highlight in meiner Kindheit war es trotzdem…!

Das Interesse ist stets geblieben, zwischenzeitlich hatte ich mir mal einen Fernlehrkurs für Amateurfunk gekauft, die Amateurfunklizenz leider nie erworben, weil ich schlicht Respekt vor dem aus dem Fernkurs unschwer erkennbaren erheblichen Lern- und Wissensumfang hatte.

So ist dann ist weiteren Verbleib beim CB-Funk geblieben, mit dem ich das eine oder andere Mal „gespielt“ habe und mein Umfeld damit genervt habe, dass es bitte „QRV“, nämlich doch bitte empfangsbereit sein möge, weil ich das eine oder andere, meistens die Reichweite, ausprobieren wollte.

Ende der 80er hatte ich dann auf unserem Hausdach eine CB-Funkantenne fest installiert, die den Namen „Pan Mega Range“ trug und höchste Reichweite versprach.

Die Antenne stellte die Kommunikation mit CB-Funkstationen im Umkreis von ca. 30 bis 40 km sicher, bei entsprechenden Wetterlagen gelang auch das eine oder andere Mal Verbindungen mit Stationen, die im Umkreis von ca. 100 km lagen.

Einmal gelang mir zwischen Weihnachten – XMAS im Funkverkehr – und Silvester tief in einer Nacht mit „tragender Wetterlage“ ein kurzes Funkgespräch mit einem russischen CB-Funker, nur wenige Worte, die letztlich gerade ausreichten, sich gegenseitig das tatsächliche Zustandekommen der Funkverbindung zu bestätigen, bevor das Gespräch im Fading des Äthers verschwand.

Der CB-Funk in dieser Zeit erinnert mich stark an das heutige Facebook o.ä.: Im Äther versammelten sich Alte und Junge, Hausfrauen ebenso wie Schüler, gerne auch Rentner und natürlich Fernfahrer, Dummschwätzer wie tatsächliche oder vermeintliche Intellektuelle.

Stimmen von Wichtigtuern und Gutmenschen, jovial oder cool, drangen an mein Ohr und zugegebenermaßen hatte ich nur selten die Kommunikation direkt gesucht, weil mir die Inhalte – eben wie auch bei Facebook – das eine oder andere Mal doch etwas fragwürdig erschienen und sich mein Bedürfnis, mit Hausfrauen über Kindererziehung , Weichspüler und Kochrezepte auszutauschen, in Grenzen hielt.

Den Zenit hat der CB-Funk dann nach meiner Wahrnehmung kurz nach der Wiedervereinigung erreicht: In der ehemaligen DDR gab es so etwas wie den CB-Funk nicht und unmittelbar nach der Wende stürmten, so der Überlieferung nach, die „Ossis“ die Läden, um sich vom Begrüßungsgeld CB-Funkgeräte – portabel wie stationär – zuzulegen.

Zu dieser Zeit war, insbesondere in der ehemaligen DDR der CB-Funk ein tatsächlich nicht zu unterschätzendes Medium: Unvergesslich, dass am Ortseingang eines jeden nur etwas größeren Ortes ein Schild mit einer Zahl stand, die für Eingeweihte der CB-Anrufkanal für diese Stadt war: Hinter dem Anrufkanal verbargen sich dann meistens liebenswerte Wichtigtuer, die in einer Art Dienstmodusstimme bei Anruf nach dem Begehr fragten, sofern man ihn nicht schon selbst geäußert hatte und einen dann perfekt und mit regionalen Tipps zum Fahrziel geleitet haben: Zuerst wurde der Standort abgefragt, dann das gewünschte Ziel, um dann mit Fahranweisungen „bei der heißen Kiste hinter der Kaufhalle an der XY-Straße dann rechts und dann meldest du dich wieder, wenn du ein großes gelbes Haus siehst!“.

Was hier etwas spöttisch klingt, war tatsächlich sehr hilfreich und hat Spaß gemacht, weil sich neben den Fahranweisungen eben auch häufig ein paar andere Tipps ergaben, z.B. das heute da und da der und der Markt ist und man da und da gut einen „Broiler“ essen kann.

Nach und nach verschwand diese schöne Gepflogenheit, die im Westen nach meiner Wahrnehmung auch nie dieses hohe und gleichermaßen zweckdienliche Niveau erreicht hat.

Ein weiteres persönliches CB-Funk-Highlight hatte ich in 1995, als ich mit meinem Sohn Kristian, damals noch ein Kleinkind, mit dem Fahrrad unterwegs war und im Umfeld des Truppenübungsplatzes eine junge leblose blasse, äußerlich aber unversehrte Frau auf der Zufahrt zum Truppenübungsplatz liegen sah. Kristian hatte ich zunächst erzählt, dass die Frau wohl so müde sei, dass sie eingeschlafen ist und da ich an diesem Tag mein erstes C-Netz-Handy nicht mitgeführt hatte, sondern stattdessen das CB-Handfunkgerät, rief ich dann zu Hause an – ich hatte meine liebe Frau gebeten doch in der Nähe des Funkgerätes zu bleiben und auf meinen Anruf zu horchen, um eben – siehe oben – einen „Reichweitentest“ durchzuführen.

Sabine war dann auch sofort „on air“ und hat den Rettungswagen über Telefon angerufen und zu der von mir zuvor über Funk beschriebenen Stelle geleitet.

Die eintreffenden Rettungssanitäter waren in erster Linie nicht unbeeindruckt über den Weg der Meldung des Notfalls, danach erklärten sie Kristian augenzwinkernd, dass die junge Frau „wohl zu viel Gummibärchen gegessen hätte, dann passiert sowas schon mal…!“, um sich dann um die Frau zu kümmern, die auf gut deutsch völlig bekifft, besser gesagt mit irgendwelchen Spritzen zugedröhnt war, was mir der Rettungssanitäter wortreich an den Einstichstellen in der Armbeuge erklärte. Die Herren Sanitäter waren recht entspannt, zollten nochmal dem Meldeweg Respekt, nahmen die junge an Frau an Bord des Rettungswagens und entschwanden.

Zu dieser Zeit hatte ich – es ist mir etwas peinlich das zu äußern – in meinem damaligen Opel Vectra ein festeingebautes CB-Funkgerät, welches sich durch hohe Reichweite, insbesondere mit der „häuslichen“ Basisstation, auszeichnete und auch Mitte der 90er Jahre noch das eine oder andere Mal bei CB-Funk gestützten Zielführungen, dann meistens mit Hilfe von LKW-Fahrern, treue Dienste leistete.

Ein kurzes Jahr lang gab es auch eine weniger befriedigende Funklösung von Motorrad zu Motorrad, durch die mein armer Freund Jörg durch musste, weil ich ihn mehr oder weniger platt geredet hatte, da doch mitzumachen. Das hat auch leidlich funktioniert, aber eben nicht annähernd so gut, wie die heute verfügbaren Lösungen mit PMR-Funkgeräten und Bluetooth-Headsets.

In dieser Zeit verschwand mein DNT-Funkgerät in der Versenkung, geblieben ist die Antenne, die eher einem Blitzableiter ähnelte und die mir jedes Jahr bei Sommergewittern den Schweiß auf die Stirn getrieben hat, ob dann der Blitz sich dieser Antenne bedienen würde…

Zum Glück ist das bisher ausgeblieben, dieser Tage werde ich aber die Antenne endgültig abbauen und meine keine CB-Funkära ist beendet.

Zuvor, nämlich in den vergangenen Tagen, hatte ich dann nochmals mein CB-Funkgerät an die Antenne angeschlossen, um zu hören, was derzeit „noch geht…!“: Fazit: Es geht nichts! Kein Mensch ist mehr „on air“, entfernten Gesprächen konnte ich gerade so noch folgen, ein „X“ schnell ins Funkgerät gesprochen als Zeichen, dass man Einlass in die Gesprächsrunde begehrt, blieb unbeantwortet.

Seit ein paar Tagen höre ich jetzt in regelmäßen Abständen zu verschiedenen Uhrzeiten in alle 40 Kanäle hinein, es herrscht schlicht „tote Hose“ und eigentlich ist das ideale Zeit, CB-Funk für private individuelle Zwecke wieder zu entdecken, weil die Kanäle eben nicht überlastet, sondern quasi leer sind!

Ein paar Hartgesottene tummeln sich ohrenscheinlich auf dem Kanal 18 und übertragen Daten: Zu dem Zeitpunkt als CB-Funk die ersten PCs „getroffen“ hat, gab es CB-Funk-Modem zu erwerben, welche die Datenübertragung zwischen zwei Stationen ermöglichten.

Auf diese Weise konnte man schon damals beliebige Dateien über Funk versenden.

Die damalige „Postagentur“ hatte dann auch offiziell den Kanal 18 für Datenübertragung reserviert und festgeschrieben.

So gab es einen digitalen Austausch schon lange vor allgemeiner und weiter Verbreitung des Internets, was da heute aktuell von wem übertragen wird, vermag ich nicht zu sagen…!

Für mich bleiben schöne Erinnerungen an eine „Sparte“ meiner Basteleien und der letzte, allerdings erfolglose „last beam“, der ungehört im Äther verhallte…!

Die „Funkgeilheit“ ist geblieben und pathologisch : heute beschränkt sie sich lizensiert auf den Seefunk anlässlich unserer Bootsreisen. Der verlinkte alte Post wirft ein Licht auf die Beständigkeit des Interesses am Funken, ständige Hörbereitschaft und regelmäßige Reichweitentests mit beliebigen „Opfern“ sind meine Weggefährten an Bord, auch die „Color Fantasie“ musste schon mal dran glauben…!

Zusätzlich zum fest eingebauten Funkgerät gibt es, wie sollte es anders sein, auch ein Handfunkgerät für Seefunk, um mit dem Teil der Crew Kontakt zu halten, die gerade „Landgang“ hat…! 🙂

Das alte CB-Handfunkgerät und zwei PMR-Handfunkgeräte sind natürlich auch immer an Bord, man weiß ja nie, wozu man sie denn plötzlich braucht…! 🙂

 

Klimawandel…

Geschrieben schon vor fast einem Jahr, im Januar 2020, immer noch aktuell und durch die Corona-Pandemie in einer neuen Dimension angekommen :

Ein Post zum Klimawandel muss einfach sein :

Der erste möglicherweise vom Klimawandel geprägte Winter, an dem ich nicht unsere Gartenwasserleitung frostfrei herrichten musste und meine Palmen zum Teil im Freien überwintert haben, liegt fast hinter uns! (der nächste milde Winter scheint vor uns zu liegen…!)

Ob das milde Wetter nun Zufall ist oder nicht, wissen derzeit nur die Götter, in nicht allzu langer Zeit werden wir Gewissheit haben, wenn sie nicht ohnehin schon da ist…!

Klimawandel ist immer etwas für die anderen:

In Sichtweite des Frühlings werden rundherum uralte Eichen, Birken und Fichten gefällt, die im letzten Sommer noch durch strahlendes Grün und üppiges Grün erfreut haben; nach „Expertenmeinung“ ist der Baum krank, tot, hohl oder sonst irgendetwas, was das sofortige Fällen rechtfertigt, um Menschen und Sachwerte zu schützen!

  

Wenn denn die 150-jährige Eiche gefällt und zersägt daliegt, gibt es ein schulterzuckendes Erstaunen darüber, dass der Stamm kerngesund ist…!

Ja ja, dafür müssen ja auch Ausgleichsflächen geschaffen werden, das ist aber Sache von gewerblichen und öffentlichen Auftraggebern, die können das ja und die haben ja die Flächen…!

Wie das Klima durch das Handeln eines jeden einzelnen mit fadenscheinigen Erklärungen und Ausreden weiter belastet wird, nämlich u.a. durch Fällen eben solcher Bäume, die ja das Haus bald zerstören und nur Dreck machen, das wird gerne ausgeblendet!

Nicht, das Altes seit jeher Neuem weichen muss – ich mach da auch gerade mit -, aber solange immer nur „Schuldhaber“ gesucht werden und sich zurückgelehnt wird, stimmt irgend was nicht…

Gerne wird auf den anderen gezeigt; dem Zeigefinger, den man zum Licht ausmachen oder Verstellen der Heizung verwenden kann, ist das egal, der Umwelt aber nicht.

Gerne zeigt ja der Finger auch auf Fotovoltaikmodule, Windkraftanlagen oder eben aktuell hyperventilierend auf die Elektromobilität und gerne wird auf die CO2-Emissionen der Herstellung solcher Anlagen oder Fahrzeuge maßregelnd verwiesen; dabei wird völlig ausgeblendet, dass Wind- und Solaranlagen ebenso wie die Elektromobilität erstmalig Techniken sind, die nur bei der Produktion, dann im weiteren Verlauf aber kein CO2 emittieren. Selbst dann, wenn man die am Ende des Lebenszyklus der Anlagen entstehenden CO2-Emissionen für den Rückbau mit einkalkuliert!

Bei einem mit Verbrennungsmotor betriebenen Kraftfahrzeug oder einem klassischen Gas- oder Kohlkraftwerk oder einer Heizungsanlage fragt nie jemand nach den auch während der Herstellung entstehenden Emissionen, manchmal hat man sogar den Eindruck, dass alle glauben, dass „klassische“ Technik sogar CO2 neutral hergestellt wird!

Immer ist es „die Industrie“, immer die anderen oder wer auch immer, dass die „böse“  Industrie letztlich nur das macht, was wir wollen und kaufen oder verkonsumieren, kommt irgendwie in den Köpfen nicht an!

Vor kurzer Zeit hat eine namenhafte Testzeitschrift Ladegeräte für Handys getestet und dabei festgestellt, dass die bequemen induktiven Ladegeräte, bei denen das Handy nur in die Ladeschale gelegt werden muss, einen schlechteren Wirkungsgrad haben und ein paar Watt verbrauchen. Dies wurde als Negativpunkt kritisiert. In der Folge ging ein Aufschrei auf die „Community“ was für ein Blödsinn  es doch sei, diese paar Watt zum Negativkriterium „hochzustilisieren“. Nüchterne Antwort der Tester: Die paar Watt machen es nicht, bezogen auf Millionen von Handys ergibt sich aber ein nur auf Deutschland bezogener jährlicher Mehrverbrauch, der ausreicht, um den jährlichen Strombedarf einer Kleinstadt zu decken…!

Es sind nicht immer nur die anderen, es sind wir, die mit Kopf und Händen, idealerweise auch noch nicht Herz einen Beitrag leisten können zum Klimaschutz und dem sinnlosen Ressourcenverbrauch, die Summe der kleinen Beiträge macht es!

Solange Wachstumsfantasien und ungezügelte Konsumbedürfnisse vorherrschen, wird sich nichts ändern…!

Dem Klima und der Erde wird es letztendlich egal sein, so gewinnt auch der bereits vor längerer Zeit umlaufende „Witz“ immer mehr und wieder aktuellere Bedeutung :

Treffen zweier Planeten

Treffen sich zwei Planeten im Weltall. Sagt der eine zum anderen: „Du siehst aber schlecht aus!“. Der andere: „Ja, mir geht’s auch nicht gut, ich habe „homo sapiens“. Sagt der erste: „Mach‘ dir nichts draus, das hatte ich auch mal, das geht vorbei!“

Am „Vorbeigehen“  wird global  mit ganzer Kraft und allen Mitteln gearbeitet….

 

Rotkäppchen in Dänemark

Meine Beiträge zur den eigenen Erfahrungen und Einschätzungen zur Elektromobilität sind wie angekündigt „migriert“.

Den neuen Beitrag „Rotkäppchen in Dänemark“ und zukünftige Beiträge zu diesem Thema findet Ihr jetzt hier :

In meinem beruflichen Umfeld gibt es ein unübersehbares Interesse an der Elektromobilität und nach dem Motto „Klappern gehört zum Handwerk“ möchte ich u.a. auch meinen potentiellen Auftraggeber über unsere ureigensten Erfahrungen mit der Elektromobilität berichten.

Ich freue mich über Eure Anmeldung in meinem „Elektromobilitätsblog“, das Anmeldefeld findet Ihr rechts neben den Blogbeiträgen auf der Seite…

 

 

Wie doof ist das denn..?

Beobachtungen im November 2019 :

Mit der Beginn der kalten Jahreszeit und den ersten Frosttagen geht es wieder los: Schon kurz nach der Abfahrt zu einem Termin kommt mir ein Auto mit einem Untertassen großen Guckloch in der ansonsten vereisten Frontscheibe entgegen. Viel kann man durch das Guckloch nicht sehen, dementsprechend hat der Fahrer Mühe, den Kurs zu halten…!

Was fällt mir in diesem Jahr an solch einer Aktion mehr auf als in den vergangenen Jahren?

Im speziellen Fall handelt es sich um einen „Hypermercedes“, der geschätzt 90.000,00 Euro-Klasse.

Geld für eine Standheizung schien nicht mehr übrig zu sein, warum sonst nur das Guckloch?

Meine Gedanken gehen aber in eine ganz andere Richtung: Während ich im Rückspiegel die beiden trapezförmigen Auspuffrohre des Mercedes sehe, die den Rückschluss auf eine Motorleistung von geschätzt irgendwas zwischen 250 bis 350 kW lassen, stellt sich mir die Frage, wie krank oder eben auch nur „doof“ die automobile Welt wirklich ist:

Von 100 % nicht erneuerbarer fossiler Energie, die dieses Fahrzeug  verbraucht, benötigt es gerade mal ca. 30 % um wirklich Vortrieb zu erzeugen, für die Heizwärme reicht es – wie eingangs geschildert – zumindest kurz nach Fahrtbeginn noch nicht einmal hin und der Beitrag einer Standheizung zur Vernichtung fossiler Energien hätte die Bilanz auch nicht mehr wirklich verschlechtert.

Eine Maschine, die 70 % Ausschuss produziert hätte keinen Platz in dieser Welt, im Auto schon…!

Die automobile Alternative in dieser Preisklasse wäre Zweifels ohne ein Tesla, der nachhaltige Fahrspaß mit ungleich mehr Komfort beginnt aber auch schon in „niedrigeren“ Preisregionen.

Ein Elektrofahrzeug beglückt seinen Fahrer mit einem vorgeheiztem Innenraum oder zumindest mit wohliger Wärme aus den Lüftungsschlitzen unmittelbar nach Fahrtantritt: Nein, nicht wie gebetsmühlenartig immer wieder behauptet, aber trotzdem falsch, über eine Elektroheizung, sondern über ein Wärmepumpensystem, welches durch die durch die Energieeffizienz und Nutzung regenerativer Energien im immobilen Bereich den Fördersegen der Bundesregierung erhält!

Die Elektromobilität ist längst im Alltag angekommen, viele mögen das noch nicht wahrhaben wollen und außer Frage ist vieles noch nicht so gelöst, wie es in den 100 Jahren gelöst worden ist, die man dem mit Verbrennungsmotor angetriebenen Fahrzeug gegönnt hat.

Einem Elektrofahrzeug und der Elektromobilität wird schonungslos alles sofort abverlangt und was nicht verstanden wird, wird schlicht als „Totschlagargument“ verwendet.

Nie zuvor gab es in der Welt der mechanischen Mobilität eine effizientere Fortbewegung, selbst ein Pferdefuhrwerk hat bei nur gelegentlicher Nutzung einen schlechteren Gesamtwirkungskreis, bezogen auf die zurückgelegte Strecke, das verbrauchte Gras und die erzeugten Pferdeäpfel…!

Aus erneuerbaren Energien betrieben, ist das Elektrofahrzeug unter dem Strich emissionsfrei und auch die viel beschworenen Aufwendungen bei der Erzeugung des Fahrzeuges oder der Windgeneratoren und Photovoltaikanlagen geben über den Lebenszyklus der Technik bei deren verantwortungsvoller und nachhaltiger Anwendung ein anderes Bild als das von den ewig gestrigen gebetsmühlenartig Heraufbeschworene!

Zugegeben, jeder sieht gerne vorzugsweise das, was er sehen möchte, auch der Verfasser ist hiervon nicht ganz frei, aber ein bisschen Augenmaß täte nicht nur der Umwelt gut, sondern wird auch endlich die senile, sich selbst beweihräuchernde Führungsriege eines großen Automobilherstellers nicht nur zum Nachdenken bewegen, sondern sie auch ablösen…!

Wer die Zeichen der Zeit und die Zukunft derart verschlafen hat, andere erst auslacht, dann belächelt, und nun reflexartig Milliardeninvestitionen verspricht, um längst verlorenes Terrain wiederzugewinnen, ist nicht wirklich glaubhaft.

Wie heißt es so schön: Die Windschutzscheibe ist größer als der Rückspiegel!

Wenig glaubhaft auch die zweijährige Garantie auf deutsche Premiumprodukte, während andere Hersteller längst bis zu sieben Jahre „auf alles“ geben! Das passt nicht zusammen…!

 

Kurz aber schmerzvoll…

Wie so oft, schreibe ich mir Erlebnisse unmittelbar nach dem „Erleben“ mit den noch frischen Eindrücken auf, um mich später gerne lebhaft daran zu erinnern und sie hier oder anderswo zu teilen oder auch einfach nur „aufzubewahren“..

So auch die Erinnerung an unsere letztjährige Motorradfahrt :

Frisch aufgeschrieben nach dem Erleben schon im August 2019, erst heute im Schatten des Jahreswechsel vervollständigt und „veröffentlicht“ :

Am vorvergangenen Wochenende jährte sich zum zigsten Male das spätsommerliche Motorradwochenende von Jörg und Reinhard. Wie immer hatten wir zwei Wochenenden „reserviert“, um das wettermäßig jeweils beste für diese Aktion zu nutzen. Auch diesmal ging die Strategie wie nahezu immer auf, diesmal sogar ein bisschen mehr als sonst, herrschte doch bereits bei der Abfahrt am Donnerstag „Kaiserwetter“, welches bis weit in die darauffolgende Woche vorher gesagt war.

Auch schon traditionell führte uns unser Weg von Wendisch Evern über die Elbuferstraße nach Hitzacker und im weiteren Verlauf die Elbe entlang nach Lenzen, wo wir mit der Elbfähre an das östliche Elbufer übersetzen wollten.

Schon dieser Teil der Fahrt entzückte förmlich, Sonne, optimale „Motorradfahrtemperaturen“, nahezu leere Straße und freudige Erwartungen auf die Mecklenburgische Seenplatte, genauer gesagt, den Labussee und den Zeltplatz Biberhof.

Soweit der Plan: Am Ortsausgang von Gartow angekommen, wies uns ein Schild darauf hin, dass die Fähre Lenzen wegen Niedrigwasser der Elbe nicht fährt.

Während wir noch im Schatten einer großen Eiche am Straßenrand sinnieren, ob wir nach Dömitz zurückfahren müssen, spricht uns eine mittelalte, bisher Bauschutt auf einen Anhänger verladende kernige Frau an und fragt uns, ob sie uns helfen kann; von unseren Überlegungen in Kenntnis gesetzt, sagt sie „ich frag mal Maike…“ und entschwindet ins Haus. Maike weiß auch kein Bescheid, meistens fährt die Fähre Schnakenburg als Ausweichalternative stromaufwärts auch nicht mehr, wenn die Fähre Lenzen schon nicht mehr fährt…!

Ein Anruf auf der Fähre klärt uns auf, die Fähre fährt und weiter geht es durch die sonnendurchflutete, leere und liebreizende Landschaft nach Schnakenburg, der zweitkleinsten Stadt der Republik.

Dort setzen wir über, um dann die auch schon fast gewohnte Strecke über Perleberg, Wittstock an der Dosse und Prignitz unserem Ziel entgegen zu fahren.

Den Zeltplatz Biberhof erreichen wir gegen 16:00 Uhr, Jörg baut das Zelt auf und ich breche mehr oder weniger auf der schnell entrollten Isomatte zusammen, um meiner durch eine böse, schon vor Fahrtantritt bestehenden schmerzhaften Verspannung meiner Schulter Erleichterung zu verschaffen.

Der Rest ist schnell erzählt: Zwei Nächte halte ich noch aus, dass ergebe ich mich dann notgedrungen der rebellierenden Schulter, Jörg regt von sich aus an, ob wir die Fahrt nicht abbrechen wollen, alleine mag er auch nicht weitermachen und so brechen wir dann schon am Samstagmittag sehr sehr schweren Herzens auf, die Bedingungen sind nach wie vor super, wenn man von der blöden Schulter absieht…!

Am Samstag haben wir noch eine kleine Rundreise gemacht, leider hat mich auch da die Schulter so „geärgert“, dass ich eher wie ein Zombie gefahren bin und nur wenig Genuss am Erlebten empfinden konnte, zu sehr beschäftigte mich das „Wegdenken“ des Schmerzes und die Suche nach einer erträglichen Haltung…!

Ein bisschen erleichtert haben uns die Abfahrt, die ab Freitagmittag einfallenden Familien mit gefühlt tausenden Kindern – Berlin ist nicht weit weg -, die dann den Zeltplatz akustisch bis in die späte Nacht belebten…!

Blendet man dieses Erlebnis aus, war der Zeltplatz Biberhof wieder erste Wahl: Naturbelassen, schwimmen im See, ein „Hofladen“ und ein nettes Restaurant mit Außensitzplätzen und eine überschaubare, dafür umso bessere Speisekarte mit regionalen Produkten.

Zum Zelt- oder Wohnmobilnachbarn gibt es diskrete Distanz, das Ganze hat eher den Habitus von Wildcampen, Lagerfeuer oder Grillen auf dem Campingplatz ist die Regel, was anderswo undenkbar wäre. Schade, dass meine „Gebrechen“ unsere Pläne durchkreuzt haben, aber nach dem Biberhof ist vor dem Biberhof…!

Zu den festgehaltenen Impressionen von Jörg geht es hier…!

 

 

 

 

 

Defrosting deluxe…

Eigentlich gehört zu dieser Zeit an diese Stelle eine Retrospektive des vergangenen Jahres und ein Ausblick auf das Kommende…

Obwohl es viel dazu aufzuschreiben gibt, haben mich dieser Tage auch andere Dinge beschäftigt als das „hätte, wäre, war, ist, wird usw. …!“ , nämlich nach wie vor auch mein neuer Kia Soul EV und dessen nach nunmehr einem Monat geschätzte Eigenschaften, unter anderem die Entfrostung der Windschutzscheibe und Vorheizung des Autos und, ähm, ja, auch des Lenkrad und des Sitzes…!

Mittels im Vergleich zum Renault ZOE tatsächlich funktionierender App kann die Vorheizung aktiviert oder vorprogrammiert werden. Das „Ergebnis“ sieht man im nachstehenden Video : Man beachte besonders den Verlauf des Abtauvorganges der Windschutzscheibe…:-) :

Ein Zeitraffervideo eines „Defrosting“ bei – 4° Celsius. Auch ohne Zeitraffer geht es schnell : der ganze Vorgang dauert real vom Einschalten bis zu den fertig abgetauten Scheiben und einem vorgewärmten Innenraum ca. 5 Minuten. Dafür werden durch die Wärmepumpe nur ca. 0,15 kWh aus der Fahrbatterie verbraucht. Versehentlich hatte ich den Abtauvorgang unterbrochen : Zunächst über die App ferngestartet, dann durch Öffnen der Fahrertür versehentlich unterbrochen und dann „manuell“ durch Einschalten des Fahrzeugs fortgesetzt… Darum ist schon bei Beginn des Videos ein kleiner abgetauter Bereich erkennbar…

Die Musik ist Keep ‚em dry – GEMAfreie Musik von https://audiohub.de Lizenz: CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/)

Das elektrische Rotkäppchen ist da…!

Nach einem halben Jahr Wartezeit ist letzte Woche unser heiß ersehnte Kia „Soul“ eingetroffen!

Damit liegt eine Ära weitestgehend hinter uns: Die Mobilität mittels fossiler Brennstoffe!

Durch unseren Ökostromtarif bewegen wir uns, die Produktion und den Transport des Autos vernachlässigend, seit Übergabe des Kia CO2-neutral, wenn man vom Rasen mähen, Motorrad und Boot fahren mal absieht.

Vorbei auch die Ära der Lebenszeitverschwendung an der Tankstelle und „by the way“ auch die Auseinandersetzungen mit arroganten VW-Händlern, die die Straftaten ihres Lieferanten verniedlichen und ihr vermeintliches „Premiumprodukt“ unreflektiert in den Himmel loben. Warum dann das Premiumprodukt nur zwei Jahr Garantie hat erschließt sich mir nicht, vor allem auch nicht, warum dann nach Ablauf der Garantie keinerlei Kulanz mehr auf Defekte gewährt wird, außer das Auto bricht zusammen oder der Motor explodiert!

Kia bietet 7 Jahre Vollgarantie für einen Fahrzeugpreis, bei dem vergleichbar ausgestattete Fahrzeuge bei VW  & Co. gerade erst anfangen!

Wer mag, kann sich mal einen VW Golf „Sportsvan“ auf der VW-Homepage konfigurieren: Der vergleichbar ausgestattete „Sportsvan“ kostet einiges mehr als der „Soul“, kann aber längst nicht alles, was der Kia kann, manches kann der Golf einfach gar nicht und man bekommt es auch nicht für Geld…

Dafür sind die Betriebs- und Wartungskosten des Golf deutlich höher, nach zwei Jahren ist seine Garantie abgelaufen und die Versicherung kostet etwa doppelt so viel wie für den KIA…!

Nicht zu vergessen :  In den zehn Jahren, in denen der KIA steuerfrei fährt, werden beim VW ca. 2.700,00 € für KFZ-Steuern fällig…

Schön für VW und Co : Es gibt immer noch genug Kunden, die „deutsch“ kaufen und und alle „Misshandlungen“ durch Hersteller und Händler schnell vergessen…

Auch Kia wird nur „mit Wasser kochen“, die Wahrheit sich in den nächsten Jahren zeigen, was jedoch nicht darüber hinaus täuscht, dass bereits jetzt die „Begleitumstände“ des Autokaufs und die Fahrleistungen und Funktionen einfach viel mehr Freude machen als es vergangene Autokäufe getan habe…

Zwei Einschränkungen bringt der neue Kia mit sich:

Der tolle Laderaum unseres Tourans und die einfach herausnehmbaren Sitze sind Geschichte und auf der Fahrt in den Schwarzwald sind nach drei bis vier Stunden Fahrzeit Pausen von etwa einer Stunde angesagt, um nach dem Laden weiterfahren zu können.

Während ich das erste gelegentlich vermissen werde, gehört letzteres zu meiner sich wandelnden „Lebensführung“, nämlich trotz Elektroauto nicht immer nur unter Strom zu sein, sondern den Weg zum Ziel zu machen und nach 400 km auch mal durchaus nicht kurz tanken und pinkeln, sondern auch entspannen und „wahrnehmen“.

Wie schon mit unserer ZOE erlebt, finden gefühlt 95 % der Fahrten sowieso innerhalb der entspannten „Elektroreichweite“ statt, sodass „Zwangspausen“ zum Laden ohnehin die Ausnahme darstellen.

Etwas weiteres ist Geschichte : Der „Streit“ darum, wer elektrisch fahren darf : ZOE bleibt bei uns und so kann jeder die Decarbonisierung der Mobilität für sich praktizieren.

Wer mehr vom Kia Soul erfahren möchte, kann das hier..!

Wer meinen Touran kaufen möchten, kann die nachstehende Beschreibung lesen und alles weitere zu unserer Elektromobilität und unserem neuen Kia Soul und der ZOE gibt es in Zukunft hier…!

Es bleibt spannend… 🙂

Für ca. 2° C und 76 % Akkuladung eine vielversprechende Reichweite…! 🙂

Wer will ihn kaufen ?

 

 

Weihnachten mit Tiffany…

aufgeschrieben unter dem Eindruck des Erlebten schon am 1.Januar 2019…

Weihnachten lässt traditionell ein bisschen Ruhe einkehren: aus “ voller Fahrt “ wird alles in einen Ruhemodus herunter gefahren, der dann wiederum abgelöst wird durch ebenfalls schon fast traditionelle Abläufe:

Jungs und Mädels fallen ein, bringen Freunde mit, die Tante reist an und alle bleiben lange und offensichtlich gerne, manche kommen später, manche kommen früher, der eine oder die andere verlässt das Treiben für Stunden, um dann wiederzukommen und nach Essen zu fragen und “ was geht …! „

Nicht dass damit genug wäre: das Ferienhaus ist belegt, Gäste und Hunde feiern dort Weihnachten und Silvester und in der Folge des ganzen “ Getümmel “ stellt sich tageweise Parkplatznot vor dem Grundstück ein!

Nebenbei wird in diesen Tagen regelmäßig der Jahresspitzenverbrauch an Strom, Wasser und Heizöl erreicht: die unterschiedlichen Tag-und Nachtrhythmen der Akteure führen nicht nur dazu, dass sich gelegentlich diejenigen, die gerade schlafen gehen mit denjenigen treffen, die gerade aufstehen, beiläufig ist es auch notwendig, 24 h Warmwasser, Licht und Heizung nicht auf Abruf, sondern durchgängig vorzuhalten!

Die unterschiedlichsten Lebensmittel und Getränke werden in Anstaltsmengen angeliefert oder eingekauft, es lohnt sich kaum, den Backofen abzuschalten.

Hunde laufen mit Augenringen umher, wissen nicht genau, wo sie denn nun zu Ruhe kommen können, hinter jeder Ecke droht gleich wieder jemand hervor zukommen und den Hundeschlaf zu stören.

Handys buchen sich in die zahlreichen Alexa`s und Echos`s ein, erfüllen Musikwünsche, spielen Playlists der Besucher, beantworten Fragen und geraten mit den zahlreichen Wünschen und der Abarbeitung der zahlreichen Timer für hart gekochte Eier, wenden der Weihnachtsgans oder herausnehmen des Hackbratens aus dem Ofen an die Grenze ihrer Kapazität…

Dieser Tage häufen sich die Ausreden der Sprachassistenten : „ich kann keine Netzwerkverbindung herstellen“ und man hat den Eindruck, dass sie froh sind, wenn alle schlafen gehen, was ja eben selten, s.o., der Fall ist …!

Dieses Jahr ist vieles anders: über allem schwebt die Erkenntnis, dass wir Weihnachten fast ohne Uli hätten verbringen müssen, erst im Nachhinein verstehen wir, dass sie und wir großes Glück gehabt haben mit dem vorerst glimpflichen Ausgang ihrer Lungenembolie!

In den Zeitfenstern, die ihr ihre langsam wiederkehrenden Kräfte lassen, beschäftigt sich Uli -aller Schwächen zum Trotz- mit ihrem geliebten Kochen, aufgelockert durch Strickpausen und ein bisschen nachdenken …!

So ist denn dieses Weihnachten und die Zeit „zwischen den Tagen“ und der Jahreswechsel trotz aller vordergründiger „Rummeligkeit“ innerlich auch geprägt von stiller Einkehr und Nachdenklichkeit, aber auch der sehr davon, dass ganz viel besser und auch anders werden kann :

Uli ist neues Leben eingehaucht und meinem Leben steht durch den Ende des Jahres vollzogenen Verkauf des Ingenieurbüros ein viel versprechender signifikanter Wandel bevor : die 60h+ – Wochen dürften schon bald der Vergangenheit angehören und trotz aller neuen und alten Aufgaben wird Freiraum und mehr Freude am Tun entstehen für das, was in der Vergangenheit nicht immer, aber eben doch viel zu oft zu kurz gekommen ist …!

Nur eine ist völlig unberührt von allem: Tiffany!

Tiffany ist unser Mitte Dezember bei uns eingezogener Staubsaugroboter, der sich so richtig wohl bei uns fühlt :

In den wenigen „Betriebspausen“ des Lebens hier im Haus hat Tiffany sich mit der Beseitigung der Hinterlassenschaften des Tages, angefangen bei Hundehaare, Brotkrümeln, Konfetti, Lametta und vielem anderen mehr beschäftigt, ist dabei sogar unter das Sofa gekrochen und hat uns nach getaner Arbeit mit frisch gesaugten Böden erfreut!

Ihren Namen hat Tiffany von Alena erhalten und wir hoffen, dass Tiffany ist noch lange so dezent und beiläufig ihren Dienst verrichtet und nicht irgendwann frustiert türmt…!

Das heute zu Ende gehende Jahr war neben der “ Jahresendeskalation “ eines der anstrengendsten, aber auch ereignisreichsten der letzten Jahre :

Zu Beginn des Jahres 2018 haben die Vorbereitungen für den Verkauf des Ingenieurbüros Fahrt aufgenommen, um bereits Mitte des Jahres in konkrete Verhandlungen mit dem vielversprechendsten „Bewerber“ überzugehen …!

Die zweite Jahreshälfte war mit „Detailverhandlungen“ zum Prozedere des „Betriebsüberganges“ gefüllt und zum Jahresende sind dann alle relevanten Verträge abschließend gezeichnet und der Büroverkauf vollzogen wurde.

Viel Herzblut ist geflossen, Kollateralschäden sind entstanden und im Abgang ein Beigeschmack geblieben:

Einfaches Fazit:

Mitarbeitern kann man nichts recht machen, man kann nur verlieren, egal ob man rechtzeitig und vollständig kommuniziert oder „hinter dem Berg hält“: obwohl der für die Mitarbeiter optimale Betriebsübergang vollzogen wurde – es gibt eigentlich nur Gewinner -, geht man als „Trump “ aus so einer Aktion hervor und bleibt es auch..!

Gefühlt tausenderlei faktisch unbegründete Befindlichkeiten, Sorgen, Nöte waren und sind zu kanalisieren und kompensieren…

Das jeweils letzte Wort ist mit Sicherheit das falsche …!

Fast vorbei:

Nunmehr erwartet mich eine limitierte Beratertätigkeit, in der ich mich zumindest weitestgehend nicht mehr mit diesem subalternen Gewäsch abeseln muss…!

Diese Worte scheinen hart, gleichwohl sind sie nicht meine, sondern die meines Vaters, der mir diese Lebensweisheit (?!!) bereits vor über 30 Jahren auf den Weg mit gegeben hat: damals habe ich gelächelt, heute weiß ich endgültig, was er mir damit sagen wollte…

Arrogant hin oder her: Alles hat sicherlich zwei Seiten, aber das in den letzten Monaten im Zusammenhang mit dem Betriebsübergang Erlebte war schon mehr als eindrücklich …!

Unabhängig davon hat es einen der schönsten Sommer seit langer Zeit gegeben, einen schönen Urlaub auf dem Wasser mit unserer ersten Nachtfahrt, das Super-Kreuzfahrt-Wochenende mit Daniela und Thomas, die Motorradfahrt nach Bornholm und vieles andere mehr.

Manches gab es auch nicht, damit das nicht so bleibt :siehe oben 🙂 !

„Für den Kopf“ gab es dann noch ein paar andere „Aktionen“, die man getrost hätte auch verschieben können, die aber einfach gut taten und das Gefühl vermittelten, endlich mal was sinnvolles zu tun : im Keller, besser im „Souterrain habe ich nach dem Motto „back tot he roots“ Teile des alten Büros renoviert und „neu gestaltet“ und werde nun dort zukünftig meiner “ Sachverständigentätigkeit “ nachgehen …!

Zudem hat das Schlafen zwischen Wäschebergen ein Ende gefunden: im ehemaligen „Kinderzimmer“ des Ferienhauses ist ein „Wäscheraum“ entstanden und eine Außentür hergestellt worden, so dass man auch bei belegter Ferienwohnung dort Wäsche waschen, trocknen und bügeln kann, natürlich komfortabel mit Fernseher, damit Uli den Spaß am Bügeln nicht verliert… 🙂

Das Video von Maarten Baas fasst ein bisschen die aktuelle Aufbruchstimmung auf einfache Weise zusammen :

„Let`s move on!“

Weihnachtsgeschichte 2018…

Weihnachten ist traditionell die Zeit der Besinnlichkeit, aber letztlich auch der Erneuerung im weitesten Sinne…

Der in dieser Zeit der Überlieferung nach zu Beginn unserer Zeitrechnung geborene Erneuerer erinnert mich dieser Tage an meine Lebenssituation :

Ursprünglich frisch und frei, im Gegensatz zu mir mutmaßlich auch fromm geboren, verkam sein Elan und seine Motivation mehr und mehr zur Bedeutungslosigkeit, zunehmend fiel es ihm immer schwerer, den vielfältigen Anforderungen seiner Jünger zu entsprechen, unter anderem wegen deren für jedermann erkennbaren überwiegend sinnfreien Inhalts.

Hätte man damals schon des Kaisers Bart erfunden, hätte man sich bereits damals trefflich darum gestritten….

Dem Protagonisten ging es also damals ähnlich wie 2018 Jahre später einem einfachen Ingenieur, mit dem Unterschied, das letzterer nur virtuell ans Kreuz genagelt und Opfer seines Tuns wurde und zudem die Abläufe noch weitestgehend selbst bestimmen konnte.

Letztlich waren beide irgendwann verbrannt, beim einen ging gar nichts mehr und nach seinem fremdbestimmten vorösterlich Abgang hat er sich fortan nur noch „backstage“ in die Köpfe der Menschen eingebracht. Manche wollten ihn zwar wiederhaben, glorifizierten ihn im Nachhinein sogar, obwohl man ihn doch zuvor am liebsten loswerden wollte…

Die Duplizität der Ereignisse drängt sich erst nach einigem Nachdenken auf und ist zudem per se zwar vermessen, dennoch hat sie sich mir irgendwie aufgedrängt beim zeitweisen absichtslosen Nachdenken über Weihnachten und dessen langfristige Folgen : wie seinerzeit gab es einen überraschenden Geburtstag, einen signifikanten Kurswechsel, neue Lichtblicke und Horizonte und ein neues Wirken „backstage“…

Was ist passiert ?

Im Dezember ist Uli durch eine meldepflichtige Störung beim Umlauf notwendiger Betriebsstoffe fast „gehimmelt“ worden, im medizinischen Sinne hatte ihr ohne Vorankündigung eine beidseitige Lungenembolie den Spaß am Kettenrauchen und am Kochen genommen.

Nach einem kurzen Aufenthalt in einem so genanntem Krankenhaus, sinnigerweise im Dementenzimmer – damit sie auch dort etwas zu arbeiten hatte – hat sie die Anstalt mit durch Leichtlaufadditive stark verdünntem Blut zwar schwach, aber dennoch fluchtartig wieder verlassen. Zwischenzeitlich sind ihre Kräfte wieder soweit wieder halbwegs hergestellt, das sie zumindest dem erwähnten zweiten Spaß wieder nachgeht und einen umfänglichen Feiertagsspeiseplan erarbeitet hat und umsetzt, allerdings zunächst nur mit kleinen imbissähnlichen Gerichten wie Kaninchen, Gans und anderes totes Getier mit Saisongemüse…

Die Erkenntnis, wie knapp Uli die Kurve vor dem Abgrund bekommen hat, hat sich erst einige Zeit nach der eigentlichen “ Betriebsstörung “ ergeben …!

In diesem Sinne feiern wir Weihnachten nun ihren zweiten Geburtstag und freuen uns mit ihrem Hausarzt und über seine Worte “ ich freue mich, sie lebend wiederzusehen! „

Einige Zeit wird es noch dauern, bis Uli wieder ihre Alten auf Trab bringt, im Vordergrund steht jetzt die Besinnung auf die eigenen Kräfte und notwendigerweise auch ein Einlassen auf einen zumindest etwas den verbliebenen Möglichkeiten angepassten Lebenswandel.

So gesehen sind Uli und ich mit diesem Vorhaben auf Augenhöhe: das eine oder andere muss anders, aber nicht unbedingt schlechter, vielleicht sogar besser werden!

Mich betreffend stehen zumindest die diesbezüglichen Vorzeichen gut:

Nach langem Vorlauf mit vielen Kollateralschäden ist Weihnachten zur Wendemarke für einen nachhaltigen Richtungswechsel in meinem Leben geworden:

Meine bisherige Tätigkeit als Pausenclown  und  Bademeister (ich durfte alles ausbaden …!) im Ingenieurbüro Wenzel ist Geschichte !

Nicht dass es mir da nicht oft auch gefallen hätte und mir dadurch Dinge und Freiheiten ermöglicht wurden, die ich als abhängiger bezahlter Sklave nicht erhalten hätte, war es doch im Laufe der Jahrzehnte zu dem eingangs beschriebenen Verlust an Motivation und Elan, verbunden mit erkennbarem “ Brennschluss “ notwendiger Antriebe gekommen…

Den Ablauf im Einzelnen brauche ich hier weder für andere noch für mich aufschreiben, er wird mir für immer im Gedächtnis bleiben und die “ anderen „, die es interessiert, wissen es auch schon und haben mir mit ihrer jeweiligen Sicht der Dinge und Einschätzungen und Bestärkung so viel Mut macht, dass es nun Vollzug zu melden gibt. Dafür bin ich sehr dankbar !

Mein zukünftiges Leben wird denn nun auch zu einem großen Teil „backstage“ stattfinden, die „Schusslinie“ habe ich weitestgehend verlassen und kann mich meinen verschiedenen “ Folgeverwendungen “ und Interessen widmen und auf das fokussieren, was mir Spaß macht und mir gut tut …!

Ich will nicht von nachlassenden Kräften sprechen, dennoch gilt es, die Verbleibenden zu bündeln und noch ein wenig sorgsamer mit der von mir so gern vielzitierten “ Restlaufzeit “ umzugehen….

Es bleibt spannend:

In 2019 werde ich einen Großteil meiner Kräfte einer kleinen, aber überaus beeindruckenden jungen Frau zur Verfügung stellen und ihr bei der Bewältigung der Aufgaben zur Seite zu stehen, die nunmehr nicht mehr meine sind….

Meiner bereits seit einiger Zeit vorbereiteten “ Nachverwendung“ werde ich mit Hingabe nachgehen und ihr die neu generierten Kräfte widmen und unter dem Strich wird, so zumindest der Plan, noch Zeit übrig bleiben, um mein langjähriges Versprechen gegenüber Pixi und Jovisz einzulösen, nämlich so lange und so oft mit ihnen spazieren gehen, bis wir drei wieder halbwegs schlank und fit sind …!

Vielleicht entsteht sogar neue Lust, wieder mit Menschen zu kommunizieren, die mir im Grunde genommen egal sind …!

Spätestens Mitte, allerspätestens Ende 2019 bedarf es einer umfassenden „Ergebniskontrolle“ im Sinne einer Retrospektive: wenn sich bis dahin keine erkenn-und fühlbaren Ergebnisse des „Lebensumbaus“ ergeben haben, war meine Mission vergeblich …!

So weit wird es nicht kommen, vorher werde ich die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen und gegebenenfalls Nachbesserung einfordern!

Spätestens in 2020 wird dann das vorläufige Endergebnis des großen Deals fest stehen: nämlich dann, wenn sich der Bundesfinanzminister damit auseinandergesetzt hat, wie er den Verkauf des Ingenieurbüros, meine Folgetätigkeit und die Einkünfte aus “ Vermietung und Verpachtung „, verbunden mit andauernder Altersvorsorge, Aufzucht der Jungen und vielen anderen monetären Verpflichtungen bewerteten soll und zu welchem Ergebnis er kommt….

Nur ein Lotteriespiel ist vom Ausgang einfacher zu bewerten, mit der Ausnahme, dass es bei meiner diesbezüglichen Lotterie keinen Jackpot gibt…

Ausblick auf meine Nachverwendung :

Es gibt schon erste Anfragen, auch nach Po & Co. …